Archiv der Kategorie Pressenachberichterstattung

Jugendliche Autoren mit Klimabewusstsein

„Jugendliche Autoren mit Klimabewusstsein“
Vorstellung des Kinderbuches „Gute Reise, kleine Schwalbe,
Begleitband zur Sonderausstellung „Kalte Zeiten – Warme Zeiten“

„Wir können davon hören, sehen und lesen, in der Schule, zu Hause und anderswo. Wovon? Von der Klimaänderung, der Erderwärmung oder dem Ansteigen der Meeresspiegel. Auch davon, dass das ganze Leben auf dieser Erde von diesen Veränderungen betroffen sein wird.“

So beginnt das Kinderbuch „Gute Reise, kleine Schwalbe“, das begleitend zur aktuellen Sonderausstellung des Landesmuseums Natur und Mensch mit einer 7. Klasse der GTS Syke entstanden ist. Eine liebvoll illustrierte fiktive Geschichte haben sich die Schülerinnen und Schüler ausgedacht, und – zur Darstellung des Themas Klimawandel in vielen seiner Facetten – leicht nachzuahmende Experimente erklärt.
„Auf der Reise, welche die Schwalbe über viele Stationen bis in die Antarktis unternimmt, sammelt sie Informationen zum Klima. Natürlich lernt sie dabei auch viele andere Vögel kennen – das Lesen soll unterhaltsam und informativ sein,“ so erläutern Sarah und Asli ihre Ideen zur Entstehung der Geschichte. Viel Wissen mussten die insgesamt 20 Jungen und Mädchen sich im Vorfeld aneignen und waren somit in den Entstehungsprozess der Sonderausstellung mit eingebunden.

„Kooperationen sind für Schulen stets zu begrüßen. Wir haben dieses Projekt besonders deswegen gern realisiert, weil am Ende ein Buch erschienen ist, also für alle Beteiligten ein fertiges Produkt vorliegt, auf das die Klasse sehr stolz sein kann,“ betonen die betreuenden Lehrer Melanie Buß und Rainer Goltermann.
Zum Erfolg dieses Kinderbuches, das in der Junior-Schriften-Reihe des Landesmuseums Natur und Mensch erschienen ist, hat auch die tolle Zusammenarbeit mit der Universität Oldenburg, mit dem Lehrstuhl für Biologie-Didaktik unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Corinna Hößle beigetragen. Denn um die Küstenseeschwalbe in die Welt zu schicken, mussten auch Fragen zur Tierwelt der heimischen Region beantwortet werden; wie und wo überwintert z. B. ein Kranich, was jagt dieser und vieles mehr.

Für Herr Prof. Dr. Fansa hat sich mit dieser Gemeinschaftsarbeit ein schon lange gehegtes Anliegen erfüllt – ein von Kindern für Kinder verfasstes Buch. „Von dem sich verändernden Klima sind ja vor allem die nachfolgenden Generationen betroffen. Um so viel positiver ist es zu werten, dass die jungen Menschen sich mit diesem wichtigen Thema auseinander setzen – spielerisch und ernsthaft zugleich,“ resümierte Herr Fansa schon bei der Ausstellungseröffnung.

Das Kinderbuch, erschienen im Isensee-Verlag in Oldenburg, ist für 5,80 € im Museum und im Buchhandel erhältlich.

Die Sonderausstellung „Kalte Zeiten – Warme Zeiten. Klimawandel(n) in Norddeutschland“ ist noch bis zum 01. August 2010 im Landesmuseum Natur und Mensch zu sehen.
Klasse 7aR der GTS Syke.

Kalte Zeiten - Warme Zeiten

… neue Sonderausstellung “Kalte Zeiten - Warme Zeiten. Klimawandel(n) in Norddeutschland” öffnet ab 30. April für die Öffentlichkeit ihre Pforten.

Das Landesmuseum Natur und Mensch zeigt vom 30. April bis zum 01. August 2010 die Sonderausstellung „Kalte Zeiten – Warme Zeiten. Klimawandel(n) in Norddeutschland“.
Das Museum widmet sich damit einem Thema, das aktueller kaum sein kann:
Der Klimawandel nimmt derzeit in allen Medien breiten Raum ein. Die Berichterstattung über seine Folgen führt in der Bevölkerung zu erheblicher Verunsicherung. Eine sachliche Darstellung scheint somit dringend nötig.
In der Ausstellung werden die Ursachen und globalen Folgen des Klimawandels beleuchtet, die Auswirkungen auf das norddeutsche Küstengebiet hervorgehoben und Strategien zur Vorbeugung und Anpassung visualisiert.

Über zwei Etagen gewinnt der Besucher zunächst eine Einführung in die Thematik von Klima, Wetter, Atmosphäre und natürlichen Faktoren. Zudem ist es das Verhalten der Menschen – in den Bereichen Industrie, Energiegewinnung und Einzelhaushalt –, das an Beispielen thematisiert wird. Nicht zuletzt geht es den Ausstellungsmachern dann auch darum, Lösungswege aufzuzeigen. Schließlich kann nur die Möglichkeit, etwas positiv bewirken zu können, jeden einzelnen zum Handeln und zu einem klimafreundlichen Verhalten sensibilisieren.

Zu verschiedensten Aspekten zur Erforschung des Klimas und den Auswirkungen des Wandels kommen in der Ausstellung ausgewiesene Experten zu Wort – eigens für diese Schau gedrehte Interviews z. B. mit Prof. Dr. Mojib Latif vom Geomar in Kiel oder Dr. Renate Treffeisen vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven informieren über aktuelle Entwicklungen und über die Möglichkeiten der Klimaforschung weltweit. Viele Institutionen mit ihrem Sitz in Norddeutschland gehören zu den weltweit führenden Forschungseinrichtungen. Die Erkenntnisse ihrer Forschungen sind sehr stark in dieses Projekt eingeflossen. „Mehr als 18 Institutionen haben wir für unser Vorhaben gewinnen können“, freut sich Prof. Dr. Mamoun Fansa.

Abseits äußerst negativer Berichterstattungen setzt diese Ausstellung auf eine objektive Information über den Klimawandel, seine Folgen und Ursachen sowie über die Vielfalt der Anpassungsstrategien, lokal wie überregional. Neben den reinen „Klimafakten“ und Begriffsdefinitionen zum Klima im Allgemeinen bilden das Klimasystem der Erde, die Entwicklungen der Nordseeinseln und des Wattenmeers oder die Berichte des Weltklimarates „IPCC“ weitere Schwerpunkte.
„Und damit diese Ausstellung ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie ist, haben wir
an allen Stationen Kinderebenen eingestreut. Kindgerecht und mit lustigen Illustrationen werden Klima, Erdsystem, Wetter, Küstenschutz und vieles mehr erklärt“, so Dr. Carsten Ritzau der Kurator der Ausstellung.

Vor allem die Medien-Inszenierungen führen die Besucher emotional und visuell an das Thema heran - sie schaffen Atmosphäre. Konzept und Umsetzung hat die Firma touchmedia aus Oldenburg übernommen.

Konzipiert als Wanderausstellung kann diese Schau im Anschluss an den Standort Oldenburg von Museen in der Region Norddeutschland oder aber von Naturschutzzentren übernommen werden.
Der Begleitband zur Ausstellung, erschienen im Primus Verlag, ist im Museum und im webshop erhältlich. So auch das Kinderbuch für unsere jungen Leser aus dem Verlag Isensee.

Finanziert durch Mittel des Landes Niedersachsen wurde die Umsetzung dieser Sonderausstellung durch die finanzielle Unterstützung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt in Höhe von 125.000,- € ermöglicht. Zu den weiteren Sponsoren gehören die Niedersächsische Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit, die EWE Stiftung, die Papier- und Kartonfabrik Varel sowie die BNEAgentur Niedersachsen e. V.
Dr. Carsten Ritzau & Prof. Dr. Mamoun Fansa präsentieren die Begleitkataloge und die Ausstellung.

Auszeichnung an das Landesmuseum Natur und Mensch

Ausstellung „Ex oriente lux?“ beim Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ erfolgreich

Oldenburg, 22. Januar 2010 – Die Ausstellung „Ex oriente lux?“ des Landesmuseums Natur und Mensch Oldenburg zählt zu den Preisträgern des bundesweit ausgetragenen Innovationswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“. Eingebunden in die Tagung zur Ausstellung zeichnete Holger Jorek von der Deutschen Bank Oldenburg die kulturgeschichtliche Schau heute als „Ausgewählten Ort 2010“ aus. Am Beispiel außergewöhnlicher Exponate können sich die Besucher über die Ursprünge aus unterschiedlichen Wissenschaften wie Astrologie, Medizin oder Mathematik informieren. Damit ist das Projekt Teil der größten Veranstaltungsreihe Deutschlands, die bereits im fünften Jahr von der Deutschen Bank und der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler durchgeführt wird.

Anlässlich der Preisverleihung betonte Holger Jorek: „Die Ausstellung eröffnet eine Zeitreise zu den wissenschaftlichen Entdeckungen aus der Antike bis hin zur Neuzeit. Damit fördert das Landesmuseum innovative Wissensvermittlung und den Dialog zwischen unterschiedlichen Völkern.

Prof. Dr. Mamoun Fansa, der leitende Direktor des Landesmuseums Natur und Mensch kommentierte die Auszeichnung: „Wir sind sehr stolz, ein ‚Ausgewählter Ort‘ im Land der Ideen zu sein.“ „Die Vielfalt, die diese Ausstellung zeigt, der Wissenstransfer hinter den einzelnen Themenschwerpunkten und mit Oldenburg der einzige Standort dieser Präsentation zu sein, hat uns zur Bewerbung bewogen. Für uns bedeutet dieser Preis eine große Anerkennung für eine tolle Teamarbeit, die überregional ausstrahlt“, so Prof. Fansa weiter.

Die Tagung zur Ausstellung war ein wunderbarer Anlass, die Preisverleihung in das Projekt „Ex oriente lux“ einzubinden. Der Wettbewerb wie die Sonderausstellung sind interdisziplinär und fördern die wissenschaftliche Kommunikation. Und innovativ geht es weiter, da das Landesmuseum Natur und Mensch 2010 noch weitere spannende und aktuelle Themen, so z. B. zum Klimawandel oder Lawrence von Arabien, im Programm hat.

Aus mehr als 2.200 eingereichten Bewerbungen überzeugte das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg die unabhängige Jury. Damit zählt die Ausstellung „Ex oriente lux?“ zu den 365 Preisträgern, die mit ihren zukunftsfähigen Ideen Deutschland als das „Land der Ideen“ repräsentieren. „Die ‚Ausgewählten Orte 2010‘ zeigen auf vielfältige Weise die Innovations- und Gestaltungskraft Deutschlands. Jeden Tag sehen wir, wie durch das enorme Potential, das hier in der Region steckt, das bundesweite Netzwerk an Ideen wächst“, begründet Holger Jorek das Engagement der Deutschen Bank.

Pressekontakte:

Ausgewählter Ort Deutsche Bank Presse Deutschland – Land der Ideen
Ansprechpartner (N.N.) Friederike Borgmann Verena Schad
Tel.: Tel.: 069/910-38039 Tel.: 030/206459-13
E-Mail: friederike.borgmann@db.com schad@land-der-ideen.de

Preisträger Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg
Ansprechpartner Corinna Endlich
Tel.: 0441/9244-323
E-Mail: corinna.endlich@naturundmensch.de

Weitere Informationen finden Sie unter:
www.naturundmensch.de oder www.land-der-ideen.de

Holger Jorek (li), Dt. Bank OL & Prof. Mamoun Fansa bei der Preisverleihung.

„Experimente und Vorführungen – Wissenschaft lebendig und leicht zu verstehen“

Die Sonderausstellung „Xplora“ wird am Sonntag, den 08. November
im Landesmuseum Natur und Mensch eröffnet!

Wissenschaft durch das Experiment kennen und verstehen lernen, das heißt es ab kommenden Sonntag im Landesmuseum Natur und Mensch in der neuen Sonderausstellung „Xplora – die Experimentalphysik von 1700 bis 1920“. Im Vordergrund stehen hier 60 Nachbauten, die physikalischen Vorgänge demonstrieren und erklären – anschaulich, lebendig und abwechslungsreich lädt diese Schau Groß und Klein gleichermaßen ein, da sind sich die Ausstellungsmacher einig.
„Wir sehen „Xplora“ als sinnvolle Ergänzung zur bereits laufenden Sonderausstellung „Ex oriente lux“, betont Prof. Dr. Mamoun Fansa, der das Projekt „Xplora“ von der Uni Oldenburg gern in seinem Haus zeigt. Diese weitere Veranstaltung von Stadt der Wissenschaft unterstreicht den interdisziplinären Gedanken, mit dem Ausstellungen entstehen und für ein breites Publikum attraktiv gestaltet werden.
„Wir zeigen mit diesen Experimenten wie leicht zugänglich naturwissenschaftliche Zusammenhänge sein können und wünschen uns vor allem, Schulklassen ein attraktives Angebot an einem außerschulischen Lernort bieten zu können“, erklärt Herr Dr. Riess. Er hat beinahe schon 30 Jahre in die Konzeption und Umsetzung dieser zahlreichen nachbauten investiert. Ein besonderes Highlight ist die Inszenierung eines Marktplatzes, auf dem wie vor 200 Jahren, Elektrizität von Hand erzeugt wird, Funken sprühen und Schaulustige versammelt werden können. „Früher haben die Menschen sogar Geld dafür bezahlt, sich einen elektrischen Schlag versetzen zu lassen“, erklärt Herr Dr. Engels die authentische Situation, die hier nachgestellt wird.
Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 03. Januar 2010. Als Extra-Angebot sind Kombitickets zum Besuch von „Ex oriente lux“ und „Xplora“ erhältlich – Besucher zahlen dabei nur den Preis im Augustem und können mit dieser Karte auch das Landesmuseum Natur und Mensch besuchen. Damit beide Ausstellungen auch in Ruhe und ausführlich aufgenommen werden können, besitzt das Ticket eine Gültigkeit von zwei Tagen.
Außerdem ist zu „Xplora“ ein kleiner Begleitkatalog im Verlag Isensee erschienen; für 7,- € ist damit ein kurzer Einblick in die Welt der Experimentalphysik erhältlich, der auch so manches Einzelgerät noch einmal vorführt.
Bei der Montage - das Augenmuskelmodell.

Die Ausstellungsmacher - Dr. Riess, Dr. Engels & Prof. Fansa.

“Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft”

Internationale Sonderausstellung
„Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft“
öffnet am Freitag, den 23. Oktober 2009
ihre Tore für die Presse

Mit der Sonderausstellung „Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft“ beteiligt sich das Landesmuseum Natur und Mensch an dem besonderen Jahr „Oldenburg – Stadt der Wissenschaft 2009“. Reicht die Zeitspanne, die diese Schau mit der facettenreichen Darstellung der Geschichte der Naturwissenschaften von Mesopotamien und der Antike bis in die Neuzeit umgreift, weist sie doch ins Übermorgen – ins Jahr 2010.
Mehr als 1 ½ Jahre hat das wissenschaftliche Team unter der Leitung von Herrn Prof. Fansa die Ausstellung konzeptioniert und in regelmäßigen Sitzungen mit einem wissenschaftlichen Beirat beraten. Entstanden ist eine einmalige Zusammenstellung der Disziplinen Medizin, Pharmazie, Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und Astronomie.
Die Ausstellung umfasst 350 Exponate, entliehen von insgesamt 87 Leihgebern aus Museen, Bibliotheken und Sammlungen des In- und Auslands. Zudem haben 47 Autoren an dem umfassenden Begleitkatalog, der im Verlag Philipp von Zabern erschienen ist, mitgewirkt.
Auf einer Fläche von 850 qm wird die Sonderausstellung, die ausschließlich in Oldenburg gezeigt wird, drei Monate zu sehen sein. Als besonderen Standort hat das Landesmuseum Natur und Mensch das Augusteum gewählt. „Nicht aufgrund einer etwas größeren Ausstellungsfläche als sie dem eigenen Haus zur Verfügung steht, sondern aufgrund der idealen Voraussetzung, auf zwei Etagen „Raum-in-Raum-Kulissen“ gestalten zu können“, erklärt Prof. Mamoun Fansa, der damit auch die Arbeit des Gestalters Prof. Dr. Thiessen lobt. „Finanziell haben wir unsere anfänglichen Rechnungen von einer halben Million Euro überschritten, aber nicht nennenswert“, so Fansa mit einem Lächeln weiter.

Die Veranstalter sind sich sicher, mit dieser Sonderausstellung über die Grenzen der Region hinaus ein breites Publikum ansprechen zu können. Es sind zum einen die Originale, die vielen den Besuch in Oldenburg schmackhaft machen, und zum anderen die Verzahnung der Themen untereinander – Sprachkenntnisse, Verständigung ohne kulturelle, politische oder religiöse Vorbehalte und der Forscherdrang des Menschen sind die Grundvoraussetzungen der Wissenschaften. Diese Aspekte greift die Ausstellung auf und visualisiert über zwei Etagen anschaulich auch selbst komplizierte Fallbeispiele.

„Dem Besucher stehen viele verschiedene Vermittlungswege in der Ausstellung zur Verfügung; der Rundgang allein, eine Führung oder mit einer Hörführung. Verschiedene interaktive Stationen sowie multimediale Inszenierungen unterstützen die Vermittlung zusätzlich“, ergänzt Corinna Endlich abschließend am Ende der Besichtigung.
Nicht zuletzt gibt es erneut ein abwechslungsreiches Begleitprogramm, das zahlreiche Angebote über den gesamten Zeitraum der Ausstellung hinweg bietet. Konzerte, Vorträge und nicht zuletzt das Symposium am Ende der Ausstellung am 21. & 22. Januar 2010 unterstreichen, wie spannend und umfangreich das Thema ist – jede Naturwissenschaft für sich, wie auch das Thema des Kulturkontaktes zwischen Orient und Okzident im Speziellen. „Das dürfte so manchem Besucher in der Zeit des Lambertimarktes auch den Sinn für Kultur und Museum öffnen“, kommentiert Claus Spitzer-Ewersmann vom Projektbüro Stadt der Wissenschaft die Eröffnung der Sonderausstellung.
Schule von Athen; Original im Vatikan-Museum, Rom.

Sonderausstellung

„Ein Totenschiff und Borneos schreckliche Schönheit“
Sonderausstellung im Landesmuseum Natur und Mensch
vom 27. September bis zum 25. Oktober 2009

Seit der Steinzeit hat der Mensch Figuren, Kultpfähle und Masken gefertigt. Sie überbrücken die Trennung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits. Form und Gestalt werden zumeist von dem Weltbild der Gesellschaft bestimmt, in der diese Kunsterzeugnisse entstehen.
Diese Ausstellung zeigt ausgewählte Holzarbeiten aus Borneo der Sammlung GEEST – über Jahrzehnte zusammengetragen handelt es sich hierbei um Kunstwerke, ja um einzigartige Traumgebilde. In ihnen nehmen Ängste und Hoffnungen der Künstler und der Menschen im Hintergrund Gestalt an.
Zur Kunst wurden die Holzarbeiten auf Borneo jedoch erst im 20. Jahrhundert erhoben, was auf ein verändertes Bild vom Jenseits zurückzuführen ist. Die jenseitigen Machthaber verschwanden, ihre Rolle als Mittler zwischen Leben und Tod trat zurück – sie kamen aus der Funktion.
Als Arbeiten voller Ausdruckskraft und Interpretation sind sie nun am Landesmuseum Natur und Mensch zu sehen. Lassen Sie sich mitreißen von der Emotionalität, die von diesen Exponaten ausgeht.

Die Sonderausstellung, bestückt mit mehr als 200 erstklassigen Exponaten, ist täglich außer montags zu besichtigen. Auf zwei Etagen bewegen Sie sich durch die Götter- und Geisterwelt Borneos; während sich in dem großen Saal vor allem die schlank aufragenden Figuren, die so genannten Hampatongs, befinden, wird die Galerie dominiert durch Masken verschiedenster Ausprägung – z. T. mit kräftigen Farben bemalt, z. T. in einfacher Holzstruktur belassen.

Begleitend zur Ausstellung ist ein umfangreiches Nachschlagewerk entstanden – ein Komplettband mit der Sammlung GEEST (inkl. CD) für 29,- € sowie eine nicht wenige attraktive Publikation mit dem Titel „GEEST – Kampf der Kulturen“ für 13,- €. Beide Bände können Sie auch ausschließlich als CD bekommen.

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Di – Fr 9:00 – 17:00 Uhr
Sa & So 10:00 – 17:00 Uhr
montags geschlossen
Eintritt:
Tageskarte: 3,- €
erm. Tageskarte: 1,50 €
Familienkarte: 5,- €
Totenschiff

Hampatong - Detailansicht

Das erste Haus am Platz!

„Das erste Haus am Platz“
in der Reihe der Neuen Architekturführer des Stadtwandel-Verlags

Im feierlichen Rahmen haben die Verantwortlichen aus Museum, Verlag und Sponsoring am 03. September 2009 eine neue Ausgabe des Neuen Architekturführers des Stadtwandel-Verlags vorgestellt: Das Landesmuseum für Natur und Mensch reiht sich damit ein in solch historische Gebäude wie das Naturkundliche Museum oder so moderne Komplexe wie die Botschaft der USA, beide in Berlin. Neue Blickwinkel, im Foto zum Teil über zwei Seiten gesetzt, und die durch den Autor Felix Zimmermann fesselnd beschriebene Baugeschichte rücken einen einmal anderen Aspekt dieses Museum in den Vordergrund: Seine Architektur – drinnen wie draußen.

Für den Verleger Daniel Fuhrhop war nach seinem Umzug nach Oldenburg vor zwei Jahren schnell klar, dass das Landesmuseum Natur und Mensch in seine Reihe der Neuen Architekturführer aufgenommen werden muss. „Sicherlich beeindruckt dieses Haus, bestehend ja eigentlich aus zwei Gebäuden, schon allein mit seiner Fassaden, der großen Steintreppe oder den Sphingen davor, doch hat mich zudem eben auch die Raum- und Ausstellungsgestaltung im Inneren überzeugt, Herrn Fansa von der Idee einer architektonischen Aufnahme seines Hauses zu überzeugen“ so Fuhrhop. Viel Überzeugungsarbeit benötigte es nicht, denn „als wir sicher gehen konnten, dass wir die Ersten in Oldenburg sein werden, die im Rahmen dieser Buchreihe erscheinen sollten, konnte ich dem nur zustimmen“, berichtet Prof. Fansa schmunzelnd über die Verhandlungen mit dem Verlag.
Die teilnehmenden Gäste konnten sich dann an diesem Abend selbst von den vielen Facetten der Ausstellungsetagen überzeugen, da Herr Fansa zu einem Rundgang einlud.

Dass mit diesem Buch, erhältlich übrigens im Museumsshop und im Buchhandel, ja auch ein Stück Stadtgeschichte einzigartig dokumentiert ist, darüber freut sich ebenso die LzO, die diese Publikation großzügig finanziell unterstützte.
Vorstellung des Neuen Archutekturführers im Landesmuseum Natur und Mensch.

Die Frau ist ein Junge von ca. 12 Jahren!

Antike Moorleichen helfen bei der Arbeit der Rechtsmedizin heute

mit diesen und vielen weiteren spannenden Ergebnissen konnten Prof. Dr. Mamoun Fansa, leitender Museumsdirektor, und Prof. Dr. Klaus Püschel, Leiter der Rechtsmedizin an der Universitätsklinik Hamburg Eppendorf, die Zuhörer der Pressekonferenz am 23. Juni 2009 überraschen.
„Für mich ist die Erforschung der vor langer Zeit Verstorbenen eine besondere Herausforderung. Dabei nimmt die „Dame“ aus Esterwegen eine ganz persönliche Stellung ein,“ erklärt Prof. Klaus Püschel. Er ist in Varel zur Schule gegangen und kann sich so allein aus privaten Gründen sehr für diese Tote begeistern. Insgesamt 12 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben sich über mehrere Wochen dieser Moorleiche angenommen, die bis Mitte Juli in der Dauerausstellung Moor im Landesmuseum Natur und Mensch auch dem Publikum zugänglich ist.
„Wir möchten mit dieser Integration der Toten in die Ausstellung den Wert unserer Forschungen und der interdisziplinären Arbeit unterstreichen und damit auch für den Erhalt unserer umfassenden Sammlungsbestände plädieren,“ äußert sich Prof. Dr. Mamoun Fansa. Der technische Entwicklungsstand in Medizin, Anthropologie und Rechtsmedizin ermöglicht völlig neue Wege, historisches Material zu untersuchen. „Das lohnt vor allem auch bei Exponaten, die über Jahrzehnte in unseren Archiven schlummern,“ so Fansa weiter, „dabei haben die Erkenntnisse der Moorleiche aus der Esterweger Dose unsere Erwartungen weit übertroffen.“

Die der stets als Frau zwischen 20 und Jahren angesprochene Tote handelt es sich um eine männliche Person, noch dazu um einen Jungen im Alter von ca. 12 Jahren! Hochauflösende CT-Aufnahmen des Gesamtskeletts – für die Geschlechtsbestimmung sind das vor allem der Schädel und das Becken – ergeben einen umfassenden medizinischen und anthropologischen Befund. „Wir haben die Knochenstruktur, im Besonderen die Knochendichte analysiert. Der Vergleich der Oberarmknochen ergab dabei eine höhere Dichte des rechten Armes. D. h. das vor 800 bis 1000 Jahren verstorbene Kind war rechtshändig,“ erläutert Prof. Püschel an dem ausgestellten Skelett. Eine ähnliche Vergleichsstudie wurde zudem an den Hüft- und Beinknochen vorgenommen, mit einem deutlichen Befund: Der Junge war stark gehbehindert. „Eine Behinderung, die im Laufe seines Lebens zunahm, wie die CT-Bilder zeigen,“ so der Rechtmediziner.

Natürlich sind auch an dieser Moorleiche noch Fragen ungeklärt; so lassen sich keinerlei Aussagen zur Todesursache machen. Eine Vernachlässigung, die man aufgrund der Einschränkung beim Gehen vielleicht annehmen könnte, ist allerdings auszuschließen. Das belegen erneut die Knochen, die keinerlei Mangelernährung aufweisen.

Eines steht für Museumsdirektor Mamoun Fansa fest: Ist die Moorleiche nach der Tournee durch die USA im Jahr 2012 zurück, wird sie mit all diesen spannenden Ergebnissen – und es folgen in nächster Zeit noch weitere Untersuchungen – dauerhaft im Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg zu sehen sein. „Das Haus trägt zu Recht den Beinamen „Moorleichenmuseum“; ein Name, der sich in der Oldenburger Bevölkerung durchgesetzt hat,“ meint Prof. Fansa augenzwinkernd.

Für Fragen und weiterführende Informationen stehen Herr Prof. Dr. Fansa als leitender Direktor des Hauses – Tel.: 0441/9244-302 – und die Pressesprecherin Corinna Endlich M.A. – Tel.: 0441/9244-323 bzw. per Mail: corinna.endlich@naturundmensch.de – Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.
Prof. Dr. Mamoun Fansa und Prof. Dr. Klaus Püschel vor dem Jungen.

Eine halbe Million Euro für ein einzigartiges Projekt der Wissenschaft!

Virtueller Blick in die AusstellungsgestaltungIm Rahmen von „Oldenburg – Stadt der Wissenschaft“ eröffnet das Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg am 25. Oktober 2009 die Internationale Sonderausstellung „Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft“ im Augusteum! In einer ersten Pressekonferenz am 03. Juni haben Veranstalter, Gestalter und Vertreter der Stadt dieses einzigartige Ausstellungsprojekt vorgestellt.

Meilensteine aus Wissenschaft und Forschung stehen bis zum 24. Januar 2010 im Mittelpunkt dieser Schau. Aus der Vergangenheit den Blick in die Zukunft richten, das ermöglicht diese Ausstellung – ganz im Sinne der Übermorgenstadt Oldenburg. „300 hochkarätige Exponate aus den großen Museen und Sammlungen Europas sind angefragt. Jedes einzelne von Ihnen, z. B. Handschriften, medizinisches Gerät oder Navigationsinstrumente, belegt Fortschritt und Innovation. Sie zeichnen die Geschichte der Naturwissenschaften nach“ erklärt Prof. Dr. Mamoun Fansa den Wert der Objektzusammenstellung.
Zur Realisierung dieser internationalen Sonderausstellung ist eine halbe Million Euro zusammengetragen worden. Finanzielle Mittel, die vom Land Niedersachsen, aus dem Etat „Stadt der Wissenschaft“, aber auch von Sponsoren stammen. „Unser besonderer Dank richtet sich an die Stiftung Niedersachsen, die EWE-Stiftung sowie die Oldenburgische Landesbank, ohne deren Unterstützung dieses Projekt in dem geplanten Umfang nicht umzusetzen wäre,“ so Fansa weiter.

Es sind zum einen die einzelnen Disziplinen Medizin, Physik, Chemie, Mathematik, Pharmazie, Ingenieurskunst, Biologie, Mathematik und Astronomie, welche die Ausstellung beherrschen. Darüber hinaus stehen zum anderen der Wissenstransfer, der Austausch und die Fortentwicklung von Methoden und Techniken im Laufe der letzten 3. Jahrtausende im Vordergrund. „ Durch Ausstellungsarchitektur und lebendige Inszenierungen entführen wir die Besucher nicht nur in eine ihnen fremde Zeit, sondern auch in einen völlig anderen Kulturraum,“ beschreibt Prof. Dr. Jens-Peter Thiessen seinen Gestaltungsplan der Ausstellungsräume. Mit ihm hat das Museumsteam einen idealen Partner zur Visualisierung des Themas gefunden. Zu den Schauplätzen und Zentren der Vernetzung zählen Alexandria, Bagdad, Toledo, Florenz und Paris. Sie alle stehen jeweils für eine besondere Epoche, in der Kommunikation und Dialog die Wissenschaften vorantrieben und die Menschen unterschiedlicher Kulturen einander näher brachten.

Für den Erfolg dieser Sonderausstellung garantieren neben den erstklassigen Leihgebern wie beispielsweise dem Britischen Museum in London, dem Louvre oder dem Deutschen Museum in München die zahlreichen Begleitveranstaltungen. „Der Besuch von „Ex oriente lux?“ soll ein Erlebnis sein, für eine altersunabhängige Klientel,“ betont Corinna Endlich, Pressesprecherin und Museumspädagogin m Landesmuseum. Dafür sorgt ein breit gefächertes Begleitprogramm mit Konzerten, Vorträgen, einem Ausflug in die Welt der Wissenschaftler heute oder dem praktischen Umsetzen neu gewonnener Erkenntnisse – auch das Mitmachen ist ausdrücklich erwünscht.
Alle Beteiligten sind sich einig darin, dass das Landesmuseum Natur und Mensch mit diesem Projekt alle drei Schlüsselbegriffe des Oldenburger Konzeptes „Übermorgenstadt“ aufgreift: Talent, Toleranz und Technologien.

Informationen über Oldenburg, die Reisemöglichkeiten und touristischen Angebote im Umland erhalten Interessierte über die OTM, unter Tel.: 0441/36161366.

Zu sehen ist die Sonderausstellung „Ex oriente lux? Wege zur neuzeitlichen Wissenschaft“ vom 25. Oktober 2009 bis zum 24. Januar 2010 im Augusteum, in der Elisabethstr. 1 in Oldenburg!

Für Fragen und weiterführende Informationen stehen Herr Prof. Dr. Fansa als leitender Direktor des Hauses – Tel.: 0441/9244-302 – und die Pressesprecherin Corinna Endlich M.A. – Tel.: 0441/9244-323 bzw. per Mail: corinna.endlich@naturundmensch.de – Ihnen jederzeit gern zur Verfügung.

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