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Ausstellungsankündigung:

Dieser Eintrag stammt von Corinna Endlich Am 27.11.2009 @ 14:56 In Pressetexte | Kommentarfunktion deaktiviert

Sonderausstellung
„Kalte Zeiten – warme Zeiten: Klimawandel(n) in Norddeutschland“
30. April bis 01. August 2010

Im deutschen Küstenraum wird die Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 um etwa 2,5 ° Grad steigen. Die Sommer werden wesentlich heißer und trockener sein und die Winter faktisch verschwinden, jedoch ist mit häufigeren Starkregenereignissen zu rechnen. Höhere Niederschlagsmengen und der beschleunigte Anstieg des Meeresspiegels erfordern für die Unterläufe von Ems, Weser und Elbe dauerhafte Anpassungsmaßnahmen. Der aktuelle Generalplan Küstenschutz berücksichtigt bei der Neubemessung der Deiche bereits den zukünftigen Anstieg des Meeresspiegels mit 50 statt der üblichen 25 Zentimeter pro Jahrhundert. Langfristig muss der Küstenschutz jedoch völlig neue Strategien entwickeln.
Im Wattengebiet besteht bereits heute ein erhebliches Sanddefizit. Vielerorts kann die Strandlinie nur durch regelmäßige massive Strandaufspülungen gehalten werden. Langfristig führt diese Situation zu einer landwärtigen Verlagerung der Inseln und damit zu einer Verkleinerung des als Weltnaturerbe anerkannten Wattenmeeres.

Dieses Szenario und die allgemeine Berichterstattung in den Medien führen in weiten Kreisen der Bevölkerung zu erheblicher Verunsicherung. Das Landesmuseum Natur und Mensch wird sich deshalb vom 30. April bis 1. August 2010 im Rahmen einer Sonderausstellung mit dem Thema „Klimawandel“ beschäftigen. Auf einer Gesamtfläche von 740 Quadratmetern werden einerseits die Grundlagen und globalen Auswirkungen der globalen Klimaveränderungen behandelt. Andererseits gilt ein Schwerpunkt den Auswirkungen in Norddeutschland, wobei wiederum ein besonderer Fokus auf den Küstenraum gelegt wird.
Mit dieser Sonderausstellung spricht das Museum Jung und Alt gleichermaßen an, doch geht es auch besonders darum, Schulklassen für den Besuch zu gewinnen und die Schülerinnen und Schüler in ihrem sehr privaten Umfeld für die Thematik „Klima- und Umweltschutz“ zu sensibilisieren.

Die Ausstellung entsteht in Kooperation zwischen dem Landesmuseum Natur und Mensch mit verschiedenen Instituten der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Die Ausstellung wird durch Mittel des Landes Niedersachsen sowie durch Zuwendungen der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), der Niedersächsischen Bingostiftung für Umwelt und Entwicklungszusammenarbeit, der EWE-Stiftung sowie der Papier- und Kartonfabrik Varel finanziert.

[1] v. li: Thomas Pyhel (DBU), Prof. Mamaoun Fansa, Dr. Carsten Rizau.


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